Natrium
Was es macht
Natrium verteilt das Wasser zwischen den Zellen und dem Raum dazwischen, ist an Muskel- und Nervenfunktion beteiligt und steuert, wann ein Pferd überhaupt Durst empfindet.
Warum es wichtig ist
Hier liegt die einzige Lücke, die Raufutter systematisch offen lässt. Eine Ration mit gesichertem Salzangebot hält Trinkverhalten, Kreislauf und Muskelarbeit stabil — besonders bei Wärme und Schweißverlust.
Wann es kritisch wird
Bei knapper Zufuhr sinkt die Trinkmenge, die Ermüdung setzt früher ein, und Kreislauf sowie Leistung können nachgeben. Über Schweiß gehen zusätzlich erhebliche Mengen verloren. Ein frei zugänglicher Salzleckstein deckt das einfach ab. Ein Zuviel ist bei gesunden Pferden mit freiem Wasserzugang unproblematisch.
Wie viel ein Pferd braucht
Der reine Grundbedarf ist klein (etwa 2–3 g täglich); mit Sicherheitszuschlag werden rund 13 g bei 300 kg bis 23 g bei 600 kg empfohlen — bei Schweiß deutlich mehr. Mit freiem Zugang zu Salz reguliert das Pferd die Menge in der Regel selbst.
Mengenelement, das den Wasserhaushalt zwischen den Zellen und dem Raum dazwischen regelt und das Durstgefühl auslöst. Es ist der einzige Mengenstoff, den Heu und Gras nicht zuverlässig decken — ein Salzangebot gehört deshalb zur Ration.
Belegte Werte
| Art | Wert | Einheit / Bezug |
|---|---|---|
| Bedarf | 0.26 | g/kg Futter-Trockenmasse (Erhaltung) |
| Bedarf | 0.39 | g/kg Futter-Trockenmasse (trächtig) |
| Bedarf | 0.44 | g/kg Futter-Trockenmasse (laktierend) |
| Bedarf | 0.41 | g/kg Futter-Trockenmasse (Wachstum) |
| Bedarf | 3.03 | g/kg Futter-Trockenmasse (Arbeit (10 l Schweiß)) |
| Toleranzgrenze | 23 | g/kg Futter-Trockenmasse (obere Toleranz) |
Achtung beim Vergleichen: Der Bedarf steht **pro Tag**, die Obergrenze **je Kilogramm Futter-Trockenmasse**. Das sind verschiedene Bezugsgrößen — die Zahlen lassen sich nicht direkt gegeneinander halten. Die Obergrenze ist außerdem kein Zielwert, sondern die Menge, ab der es schadet.
Mögliche Mangel-Zeichen
- Sinkende Trinkmenge und früher einsetzende Ermüdung; über Schweiß gehen erhebliche Mengen verloren.
- Am auffälligsten ist der Bedarf bei Arbeit: Bei 10 Litern Schweiß steigt der Bedarf auf mehr als das Zehnfache der Erhaltung (0,26 → 3,03 g/kg TS).