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Natrium

Von VQ1Fachprüfung ausstehend · aktualisiert

Was es macht

Natrium verteilt das Wasser zwischen den Zellen und dem Raum dazwischen, ist an Muskel- und Nervenfunktion beteiligt und steuert, wann ein Pferd überhaupt Durst empfindet.

Warum es wichtig ist

Hier liegt die einzige Lücke, die Raufutter systematisch offen lässt. Eine Ration mit gesichertem Salzangebot hält Trinkverhalten, Kreislauf und Muskelarbeit stabil — besonders bei Wärme und Schweißverlust.

Wann es kritisch wird

Bei knapper Zufuhr sinkt die Trinkmenge, die Ermüdung setzt früher ein, und Kreislauf sowie Leistung können nachgeben. Über Schweiß gehen zusätzlich erhebliche Mengen verloren. Ein frei zugänglicher Salzleckstein deckt das einfach ab. Ein Zuviel ist bei gesunden Pferden mit freiem Wasserzugang unproblematisch.

Wie viel ein Pferd braucht

Der reine Grundbedarf ist klein (etwa 2–3 g täglich); mit Sicherheitszuschlag werden rund 13 g bei 300 kg bis 23 g bei 600 kg empfohlen — bei Schweiß deutlich mehr. Mit freiem Zugang zu Salz reguliert das Pferd die Menge in der Regel selbst.

Mengenelement, das den Wasserhaushalt zwischen den Zellen und dem Raum dazwischen regelt und das Durstgefühl auslöst. Es ist der einzige Mengenstoff, den Heu und Gras nicht zuverlässig decken — ein Salzangebot gehört deshalb zur Ration.

Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen), Tab. 10-4, S. 194 („Minimal Requirement Data and Maximum Tolerable Dietary Minerals"; Datenbasis dort laut Tabellenkopf: NRC 2005, Poppenga 2001, GfE 2013). Wertart: Bedarf/Empfehlung gesundes Pferd, je kg Futter-Trockenmasse. Trockenmasse-Aufnahme der Tabelle: Erhaltung 10,6 · Traechtigkeit 11 · Laktation 15,3 · Wachstum 7,8 · Arbeit 13,7 kg/Tag. Zwei unabhaengige Durchlaeufe nach Regel 41, VERSCHIEDENER Art: E2-Extraktion (tab-10-04.csv, 30.06.) und Lesung am Seitenbild (IMG_1614, 24.08.) — alle Zellen deckungsgleich. Die Obergrenze der Tabelle (23) ist bewusst NICHT uebernommen: offener Fussnoten-Zweifel, siehe Kommentar.

Belegte Werte

Bedarfs- und Grenzwerte für Natrium (Fremdquellen-Zitat mit Provenienz je Wert).
ArtWertEinheit / BezugQuelle
Bedarf0.26g/kg Futter-Trockenmasse (Erhaltung)Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194)
Bedarf0.39g/kg Futter-Trockenmasse (trächtig)Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194)
Bedarf0.44g/kg Futter-Trockenmasse (laktierend)Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194)
Bedarf0.41g/kg Futter-Trockenmasse (Wachstum)Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194)
Bedarf3.03g/kg Futter-Trockenmasse (Arbeit (10 l Schweiß))Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194)
Toleranzgrenze23g/kg Futter-Trockenmasse (obere Toleranz)Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194 (Safe upper limit))

Achtung beim Vergleichen: Der Bedarf steht **pro Tag**, die Obergrenze **je Kilogramm Futter-Trockenmasse**. Das sind verschiedene Bezugsgrößen — die Zahlen lassen sich nicht direkt gegeneinander halten. Die Obergrenze ist außerdem kein Zielwert, sondern die Menge, ab der es schadet.

Mögliche Mangel-Zeichen

  • Sinkende Trinkmenge und früher einsetzende Ermüdung; über Schweiß gehen erhebliche Mengen verloren.
  • Die Arbeitsspalte der Quelle ist die auffälligste der ganzen Tabelle: Bei 10 Litern Schweiß steigt der Bedarf auf mehr als das Zehnfache der Erhaltung (0,26 → 3,03 g/kg TS) [BELEGT: EACN, Tab. 10-4, S. 194].

Quellen

Neues aus der Pferdefütterung — verständlich erklärt, wenn es etwas zu sagen gibt.