Mangan
Was es macht
Mangan wirkt als Helfer zahlreicher Enzyme, die am Mineral- und Fettstoffwechsel beteiligt sind, und wird beim Aufbau von Knorpel gebraucht — also dort, wo Gelenke belastbar bleiben sollen. Auch die Immunabwehr nutzt es.
Warum es wichtig ist
In einer normalen Ration ist dieser Posten unauffällig erfüllt. Er gehört trotzdem in die Rechnung — geprüft wird nicht nur, was fehlt, sondern auch, was bereits gedeckt ist.
Wann es kritisch wird
Unterversorgungen sind beim Pferd kaum beschrieben. Auffällig wird eher das andere Ende: Sehr hohe Mangangehalte im Grünfutter können die Eisenaufnahme stören und damit Blutarmut begünstigen.
Wie viel ein Pferd braucht
Erhaltung: rund 420 mg täglich bei 500 kg, entsprechend etwa 40 mg je kg Futter-Trockenmasse — meist schon über das Grundfutter erreicht.
Spurenelement für Knorpel- und Knochenaufbau sowie den Kohlenhydratstoffwechsel.
Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen), Tab. 10-4, S. 194. Zweite unabhängige Lesung: EACN-Kontrolllauf 30.06., am 23.08. an der Quelle nachgemessen — Regel 41 erfüllt. Öffentlich seit 24.08. (Elli, Punkt 139 ②). Mangan steht in PF Tab. 6.3 NICHT (Lesung A, 20.08.). ⚠️ Die zweite Quelle BESTAETIGT diesen Wert nicht: Pferdefütterung (Vervuert/Coenen) S. 112 nennt fuer Mangan einen anderen Bereich (600-1200 mg/kg TS), ab dem Anaemien beguenstigt werden — eine andere Aussage ueber einen verwandten Effekt, keine Bestaetigung. Nach der Quellen-Rangfolge gilt der Wert aus Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (Rang 1); er ist zugleich der strengere. Am Original bestaetigt am 24.08. (IMG_1614, mit Zn 500 / Fe 500 / Se 2 als Eichung im selben Ausschnitt). Bedarf (08.09.): PF Tab. 4.20, S. 109 (GfE 2014: 4 mg je kg KM^0,75, 40 mg je kg TS) und unabhängig davon EACN Tab. 10-4, S. 194 (38,4 mg/kg DM Erhaltung); Kompendium S. 42 nennt ebenfalls 40 mg/kg TS, aus derselben GfE-Wurzel wie PF.
Belegte Werte
| Art | Wert | Einheit / Bezug | Quelle |
|---|---|---|---|
| Bedarf | 4 | mg je kg KM^0,75 und Tag (Erhaltung; bei 500 kg rund 423 mg/Tag, entspricht 40 mg je kg Futter-TS) | Pferdefütterung (Vervuert/Coenen), 6. Aufl. (2019, Tab. 4.20, S. 109 (GfE 2014), Zeile Erhaltung) |
| Bedarf | 38.4 | mg/kg Futter-TS (Erhaltung) | Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194, Zeile Mn, Spalte Maintenance (Wachstum 52,2 · Laktation 27,3 · Arbeit 37,2 mg/kg DM)) |
| Giftig ab | 400 | mg/kg Futter-TS | Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (2013, Tab. 10-4, S. 194) |
Achtung beim Vergleichen: Der Bedarf steht **pro Tag**, die Obergrenze **je Kilogramm Futter-Trockenmasse**. Das sind verschiedene Bezugsgrößen — die Zahlen lassen sich nicht direkt gegeneinander halten. Die Obergrenze ist außerdem kein Zielwert, sondern die Menge, ab der es schadet.
Wechselwirkungen
- Mangan ↔ Phosphor
- Mangan ↔ Phytinsäure
Quellen
- Quelle der Bedarfswerte und fachlichen Angaben: „Pferdefütterung“, Hrsg. Prof. Dr. Ingrid Vervuert und Prof. Dr. Manfred Coenen, 6. Auflage 2019, Georg Thieme Verlag (begründet von Helmut Meyer); Werte nach GfE 2014.
- Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen), Tab. 10-4, S. 194. Zweite unabhängige Lesung: EACN-Kontrolllauf 30.06., am 23.08. an der Quelle nachgemessen — Regel 41 erfüllt. Öffentlich seit 24.08. (Elli, Punkt 139 ②). Mangan steht in PF Tab. 6.3 NICHT (Lesung A, 20.08.). ⚠️ Die zweite Quelle BESTAETIGT diesen Wert nicht: Pferdefütterung (Vervuert/Coenen) S. 112 nennt fuer Mangan einen anderen Bereich (600-1200 mg/kg TS), ab dem Anaemien beguenstigt werden — eine andere Aussage ueber einen verwandten Effekt, keine Bestaetigung. Nach der Quellen-Rangfolge gilt der Wert aus Equine Applied and Clinical Nutrition (Geor/Harris/Coenen) (Rang 1); er ist zugleich der strengere. Am Original bestaetigt am 24.08. (IMG_1614, mit Zn 500 / Fe 500 / Se 2 als Eichung im selben Ausschnitt). Bedarf (08.09.): PF Tab. 4.20, S. 109 (GfE 2014: 4 mg je kg KM^0,75, 40 mg je kg TS) und unabhängig davon EACN Tab. 10-4, S. 194 (38,4 mg/kg DM Erhaltung); Kompendium S. 42 nennt ebenfalls 40 mg/kg TS, aus derselben GfE-Wurzel wie PF.